Bräuche

Brautentführungen finden während der Hochzeitsfeier statt. Der Bräutigam ist an seinem Hochzeitstag dringend angehalten, auf seine junge Braut zu achten. In vielen Fällen gelingt es den Gästen sie zu stehlen. Dann muß er sie meist in einem Lokal gegen Zahlung der Rechnung auslösen, oder eine besondere Aufgabe bewältigen (eine Aktion, die mit Vorsicht zu genießen ist. Sie sollte nie zu weit weg führen und zu lange dauern!)

Die Hochzeitszeitung – Ein Wegbegleiter für das Brautpaar, der ihnen immer wieder Freude bringen soll. Die Redaktion findet sich auf freiwilliger Basis im Freundes- und Familienkreis zusammen. Versuchen sie das Festblatt so persönlich wie möglich zu gestalten. Absolut interne Informationen und Fotos vom Paar aus vergangenen Tagen amüsieren die Feiergesellschaft. Die ganz einmalige Liebesgeschichte darf auch nicht fehlen. Zur Aufbesserung der Kasse des Paares, darf das Blatt gern gegen Hartgeld abgegeben werden.

Um Mitternacht wird der Brautstrauss von der Braut hinterrücks in die Menge unverheirateter Frauen geworfen. Die ihn fängt wird die nächste Glückliche. Genauso beim Schleier abtanzen. Hier halten alle Unverheirateten die Zipfel des Schleiers und die, die beim Einstellen der Musik das größte Stück an sich reißt wird die nächste Braut. Wenn sie kein großes Stück Tüll sondern einen „Pseudo- Schleier“ verwenden wollen, legen sie der Braut einen leicht gehefteten und mit Blüten verzierten auf den Kopf. Niemals den Echten und mit Kämmchen gespickten direkt vom Kopf reißen lassen. Tut weh und ist zu schade drum. Der Schleier symbolisiert Reinheit und Jungfräulichkeit. Darum ist es zum Ende der Feier Zeit ihn abzulegen.

Das Versteigern des Strumpfbandes ist auch zum Füllen der Geldbörse des Paares gedacht. Hier gibt es die Möglichkeit der amerikanischen Versteigerung. Jeder Mann darf mitbieten und immer mind. ein 2Eurostück (vorher fest legen) in den Topf werfen. Wer nun wirklich das letzte Geldstück in den Topf schmeißt, der Auktionator das Rennen beendet bekommt das Strumpfband, das er der Braut mit den Zähnen (; vom Bein ziehen darf.

Im Laufe des Festes ist es den Gästen gestattet durch klopfen mit Besteck an den Gläserrand das Brautpaar zum Küssen aufzufordern. Das Klopfen stellt sich erst wieder ein, wenn das Paar dem Wunsch nach kommt.

Der Ehering zeigt aller Welt auch äußerlich die Zusammengehörigkeit des Brautpaares. Für die Ägypter wie für die alten Römer war der Kreis jeher ein Zeichen der Ewigkeit – Leben, Fröhlichkeit und Liebe sollten keinen Anfang und kein Ende haben. Getragen wurde der Ehering am Mittelfinger der rechten Hand, von dem aus eine Vene direkt zum Herzen führt. Die Herzen und das Schicksal der Jungvermählten sollten durch ihre Ringe symbolisch miteinander verbunden werden.

Um den Kindersegen zu beeinflussen wird Babywäsche auf eine Leine an das Haus, in den Garten oder den Balkon des Brautpaares gehängt, daß ausschließlich vom Paar selbst abgenommen und aufbewahrt wird. Nicht selten kommen auch alte Kinderwägen oder Spielzeug zum Einsatz, das hoch über dem Haus dem Klapperstorch den Weg und auf die Dringlichkeit eines Besuches hinweist.

Um so viele Glückwünsche wie möglich zu sammeln, kann man zu einem passenden Zeitpunkt auf dem Fest an jeden Gast vorgefertigte Postkarten verteilen, die mit der Adresse des Brautpaares versehen sind. Ein Text, der den Finder des Ballons darauf hinweist: ” Wir haben am xx.xx. geheiratet und würden uns freuen, wenn Du diese Karte mit einem Glückwunsch an uns zurück sendest. Vielen Dank und alles Liebe X & X“ ist bereits darauf gedruckt. Nun schreibt noch jeder einzelne eine von ihm unterzeichnete Überraschung für das Brautpaar dazu (Einladung zum Essen, Kinobesuch, Babysitten o.a.). Dann werden die Karten an Helium gefüllte Ballone gehängt und alle gleichzeitig in den Himmel gelassen. Besonders schön ist es im dunkeln, wenn an ihnen auch noch Knicklichter hängen. Jede Karte, die zurückkommt kann vom Paar eingelöst werden. Mehr Anregungen dazu gibt es hier.

Das unter der Türschwelle des Hauses die garstigen Geister hausen und so die Braut die Schwelle nicht berühren darf ist klar. Darum wird sie vom Gatten über die Schwelle getragen.. Das Bett für die Hochzeitsnacht sollte von einer Jungfrau vorbereitet sein, um die Reinheit des Lagers zu erhalten.

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